Was ist ongo?

Das Prinzip eines News-Aggregators ist nicht neu. Das bekannteste Beispiel ist wohl Google News, ein Service, der Medieninhalte sammelt, aufbereitet und nach individuell anpassbaren Schwerpunkten ausgibt. Speziell Google ist mit diesem Service vor allem bei den klassischen Medien auf Widerstand gestoßen, da ein Aggregator selbst keine Inhalte erzeugt, aufgrund der besseren Aufbereitung aber mitunter einen größeren Besucherzuspruch erfahren kann, als die eigentliche Verlagsseite.

Mehrere große amerikanische Zeitungen unterstützen ongo

In Amerika gehen die großen Zeitungsverlage nun klar auf Angriff. Sie unterstützten das erst im April gegründete Start-Up ongo mit insgesamt 12 Millionen Dollar (ca. 10 Mio Euro). Darunter sind namhafte Zeitungsverlage wie die New York Times, die Washington Post und der USA Today Konzern. Somit versuchen sich die Verlage offenbar aus der ungünstigen Situation zu befreien, dass eine Verbreitung ihrer Inhalte natürlich auch gut für die Zeitung ist, allerdings immer mit Kontrollverlust verbunden ist. Es ist davon auszugehen, dass man mit ongo eine Möglichkeit gefunden hat vor allem die Monetarisierung besser kontrollieren zu können.

Warum könnte ongo besser sein als Google News?

Ongo ist nicht einfach nur ein weiterer News-Aggregator wie Googel News, sondern verfolgt einen deutlich zeitgemäßeren Ansatz. Laut einem Artikel der FAZ arbeitet das Unternehmen an einer Technologie, die soziale Netzwerke zur Bewertung von Inhalten nutzt. Dabei dienen Benutzer von Facebook und Twitter als eine Art Filterfunktion. Jeder kennt das inzwischen übliche Posten von lesenswerten Artikeln oder die weit verbreiteten social Bookmarks unter Artikeln in Blogs und Websites. Dienste wie Twitter und Facebook liefern in manchen Ländern inzwischen mehr Linkbacks auf Zeitungs-Websites als Google News. Ongo will sich diese “Vorarbeit” der Internet-Community zu Nutze machen und die so generierten Inhalte filtern und sortieren. Leider ist davon momentan noch nicht viel zu sehen, der Service soll aber noch dieses Jahr online gehen.



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2 Kommentare zu "Was ist ongo?"

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